Alltag – Jeden Tag ein bisschen Glück

Was heißt Alltag? Unter Alltag versteht man ein „ewiges Einerlei“ (Duden). Sich wiederholende Abläufe, die sich  nahezu an jedem Tag  oder wöchentlich wiederholen. Wie etwa die Arbeit, die Schule, Einkaufen, Erledigungen, Freizeitverhalten etc. Diese sich wiederholenden Vorgänge haben einen großen Vorteil, wir wissen, was uns erwartet und stellen uns darauf ein. Überraschungen gibt es eher selten und ungeplante Ereignisse tendenziell auch nicht.
Diese Sicherheit zu wissen, was kommt, kann aber auch dazu führen, dass man das Gefühl von Eintönigkeit und Routine empfindet. Jeden Tag, jede Woche immer die gleichen Vorhaben und Erledigungen, da fehlt manch einem eine gewisse Abwechslung. Unzufriedenheit macht sich breit und die Idee, dass man raus aus diesem „Alltag“ muss, um mehr Zufriedenheit in seinem Leben zu finden. Aber das ist oftmals leichter gedacht als getan und die Gründe sind unterschiedlich. Man möchte nicht jeden Tag die gleichen Dinge erledigen oder abarbeiten, vielleicht nicht jeden Tag dieselben Menschen treffen. Es entwickelt sich die Vorstellung, dass man lieber die Welt entdecken möchte, nur noch Freizeit erleben oder ggf. auch gar nichts tun will. Das alles ist aber von heute auf morgen nur für die wenigstens möglich. Denn die Arbeit kündigen oder einfach den Tag irgendwie verleben, dass bedingt ein Polster, von dem man auf diese Art und Weise leben kann.

Kleinen Dinge bewirken Großes

Sobald sich also der Gedanke Alltagstrott entwickelt hat, ist auch das Gefühl von Unzufriedenheit oder Unglücklichsein nicht weit. Nahezu alles erscheint unzureichend, uninteressant, eintönig. Und am weitesten von einem entfernt scheint das Gefühl:  glücklich zu sein.
Vorstellungen und Ideen machen sich breit, die einen glücklich und zufrieden stimmen könnten. Beispielsweise mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Reisen oder auch einfach nicht mehr arbeiten müssen. Da sich diese Dinge häufig aber nicht so einfach von jetzt auf gleich in die gelebte Realität umsetzen lassen, führt das tendenziell zu noch mehr Unzufriedenheit. Und der Gedanke, dass es nicht die großen Dinge sein müssen, die ein bisschen mehr Zufriedenheit und damit Glück in den eigenen Alltag bringen können, liegt zunächst weit entfernt. Wenn man aber anfängt, darüber nachzudenken, was eigentlich schon im Kleinen Zufriedenheit für einen selbst bedeuten kann, ist es erstaunlich, wie schnell sich dazu Ideen entwickeln. Daher die Frage: Was kann man tun, wenn man aus dem gewohnten Alltagstrott ausbrechen möchte, ohne dafür sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen? Und liegt nicht vielleicht auch im Kleinen das Glück des Alltages?
Ja, darin, in den kleinen Dingen kann es liegen. Jeden Tag ein bisschen Alltagsglück kann z.B. sein:

  • sich die Zeit für eine ausgedehnte Tasse Kaffee, Cappuccino, Tee etc. nehmen
  • Zeit zum Lesen nehmen
  • Zeit für Sport nehmen
  • einen Power-Nap machen
  • einen Tag ohne Termine verleben
  • sich mit Freunden treffen
  • einen Spaziergang nach der Arbeit machen
  • ein gutes Essen kochen
  • Essen gehen
  • den Film, den man schon lange unbedingt angucken möchte, endlich anschauen
  • einen Abend lang am Computer zocken
  • eine Ausstellung besuchen
  • ein Konzert besuchen
  • ins Theater oder die Oper gehen
  • …...

Es gibt viele kleine Dinge und Unternehmungen, die man tagtäglich machen kann, die zeigen, dass es kleine Dinge gibt, die zufrieden stimmen. Und das auch neben Arbeit und den ganzen Erledigungen, die alltäglich anfallen. Das Wichtige dabei ist: Man muss sich die Zeit dafür einfach nehmen. Bekommen wird man sie nicht. Und wenn man einmal damit angefangen hat, merkt man, wie viel schöner die Tage aussehen und man direkt das Gefühl hat: Ich habe nun ein Stück vom Glück, Tag für Tag.

Und was zählt ihr zu den kleinen Dingen, die euch jeden Tag glücklich machen?