Balkon fit für den Frühling

Endlich, endlich, der Frühling kommt. Er steht schon kurz vor unserer Tür bzw. auf unserem Balkon. Und wie sieht der Balkon aus? Na ja wahrscheinlich den letzten Monaten entsprechend, er befindet sich noch im Winter-Look. Deshalb ist jetzt der richtige Augenblick gekommen, um Blumenkübel & Co. wieder auf Vordermann zu bringen. Wir haben da 3 Tipps, wie ihr euren Balkon oder eure Terrasse frühlingsfest machen könnt.

1. Terrassen- und Balkonboden

Nach dem Winter hat sich oftmals einiges an Dreck und teilweise auch Laub auf dem Balkonboden abgelegt. Auf dem Boden, unter und neben den Blumenkübeln konnte sich über die Wintermonate Algen, Schmutz und Sonstiges festsetzen. Daher reicht es teilweise auch nicht aus, einfach mit dem Besen, den Boden zu fegen. Hartnäckiger und festgesetzter Schmutz wie etwa Algen müssen dementsprechend anders entfernt werden. Allerdings ist es dabei wichtig, zu beachten, welcher Boden vorliegt. Denn ein Steinboden wird anders gereinigt als ein Holzboden.

Handelt es sich um einen Steinboden bzw. Fliesenbelag ist die Reinigung einigermaßen einfach. Am besten beseitigt man den Dreck mit einem Hochdruckreiniger. Wer solch ein Gerät nicht besitzt, kann es sich leihen beispielsweise im Baumarkt. Wer jedoch beides nicht möchte, kann auch auf die energiefressendere Variante ausweichen: den Schrubber. Das fordert mehr körperlichen Aufwand; was aber auch als Vorteil gesehen werden kann. Wenn man den Schrubber einsetzt, bekommt man den Schmutz mit Seifenlauge weg oder auch mit einer Sodamischung (Natriumcarbonat).

Bei einem Fliesenboden niesten sich in den Fugen gerne Unkraut und Moos ein. Beides sollte man nicht zu lange sprießen lassen. Denn das Wurzelwerk des Unkrauts kann sich beispielsweise auch unter den Fliesen ausbreiten und damit dem Boden schaden. Einmal im Jahr sollte man seinen Steinboden oder Fliesenbelag reinigen, um ihn zu erhalten. Wichtig: Bei der Verwendung von Soda muss immer genau die Gebrauchsanleitung beachtet werden. Denn Soda kann zu Reizungen der Schleimhäute und der Haut führen. Dementsprechend ist es wichtig, gerade bei Einsatz des Schrubbers, Handschuhe zu verwenden! 

Holzböden sollte man hingegen zweimal im Jahr reinigen. Bei der Reinigung kommt es auch darauf an, wie stark die Verschmutzung ist. Oberflächliche Verschmutzungen lassen sich ebenfalls mit dem Schrubber und einem entsprechenden Holzreiniger gut säubern. Wenn der Schmutz schon länger auf dem Boden liegt, muss man den Vorgang wiederholen. Je nach Bodenbeschaffenheit kann man auch den Hochdruckreiniger einsetzen. Aber: hierbei ist es wichtig, dass das Holz nicht zu weich ist, da es sonst eher geschädigt wird - durch den hohen Druck. Für eine gute und angemessene Reinigung des jeweiligen Holzbodens kann man aber immer noch mal im Fachhandel nachfragen oder eben denjenigen, der den Boden verlegt hat.

Grundsätzlich gilt natürlich, jedes Reinigungsmittel (Soda, Seife etc.) dahingehend zu prüfen, ob es zur Reinigung des jeweiligen Bodenbelags geeignet ist.

Nach der Holzbodenreinigung braucht dieser eine Pflege.  Dafür gibt es unterschiedliche Mittel und Pflegeemulsionen, die zur Oberflächenbehandlung angeboten werden. Für jede Holzart bekommt man im Fachhandel die entsprechende Pflegeemulsion, die dann auf das Holz aufgetragen wird. Nachdem der Anstrich getrocknet ist, ist der Holzboden bereit für die neue Saison.

 

2. Blumenauswahl

Die Blumentöpfe stehen noch vom letzten Sommer gut eingepackt auf dem Balkon? Dann können sie jetzt wieder ausgepackt werden. Wer aber seinen Balkon bzw. Terrasse in ein neues Blumengewand kleiden möchte, sollte bei der Auswahl verschiedene Punkte bedenken. Welche Lichtverhältnisse liegen vor (sonnig/schattig)? Wie viel Pflegeaufwand ist machbar? Wie lange wird der Balkon genutzt (erst ab Sommer oder schon ab dem Frühling)? Welches Mikroklima liegt vor? Die ersten Fragen lassen sich sicherlich einigermaßen gut beantworten. Hinsichtlich der Bestimmung des Mikroklimas hört sich das schon komplizierter an. Das Mikroklima des Balkons bestimmt sich durch unterschiedliche Faktoren. Beispielswiese von der Beschaffenheit der Bauweise des Balkons, den vorherrschenden Lichtverhältnissen (meistens sonnig oder schattig) und die gegebenen Luftbewegungen und Temperaturschwankungen (Durchzug, Windstille etc.). Diese Faktoren nehmen Einfluss auf die Blumenpracht und sollten daher in die Überlegungen mit einbezogen werden.

Wer nun also weiß, welche Bedingungen der Balkon/die Terrasse bietet, kann mit der Pflanzenauswahl beginnen. Wer den Balkon bereits im Frühling schon nutzt, kann z.B. Tulpen, Primeln oder auch Stiefmütterchen einpflanzen. Die haben nämlich auch mit dem Frost keine Schwierigkeiten. Wer erst im Sommer mit der Bepflanzung starten möchte, der hat eine Riesenauswahl: Blumenrohr, Buntnessel, Drillingsblumen Bougainvillea, Gänsekresse, Geranien, Hyazinthen uvm.  Und alle die, die es weniger bunt mögen, die können Kräuter oder sogar Gemüse einpflanzen. Von Basilikum bis hin zu Cocktailtomaten lässt sich einiges auf den Balkon setzen.

 

3. Gartenmöbel aus Kunstsoff säubern

Die ersten Schritte zu einem schönen Frühlingsbalkon sind erledigt. Der Boden sauber und die Blumentöpfe vorbereitet. Da man sich aber in der Regel nicht auf den Balkonboden setzt, stehen neben Blumentopf und Co. auch Balkonmöbel. Wenn man Stühle und Tisch oder womöglich Bank nicht unterstellen konnte, haben auch die Möbel eine Reinigung nötig. Auch hier kommt es immer auf die Art und Weise der Verschmutzung und die Beschaffenheit der Möbel an. Handelt es sich um Kunststoffmöbel mit einer leichten Verschmutzung lässt sich die Verschmutzung ganz einfach mit einem Schwamm und Seifenlösung, Essig, Radierschwamm oder auch Autopolitur entfernen. Wie man mit Essig reinigt? Essig in einen Eimer mit Wasser geben (etwa im Verhältnis 1:5) und dann die Möbelstücke gründlich damit abwaschen. Danach mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trockenwischen. Ein Radierschwamm bzw. Schmutzradierer kann auch helfen, den Schmutz zu entfernen. Auch der Radierschwamm wird angefeuchtet. Danach mit diesem über die Kunststofffläche reiben und mit einem feuchten Tuch nachwischen. Zum Schluss noch mit einem Tuch aus Baumwolle oder Mikrofaser trocknen. Eine weitere Möglichkeit, um die Gartenmöbel von Schmutz zu befreien, ist es, diese mit Autopolitur zu reinigen. Auch dabei werden zunächst die groben Schmutzpartikel mit einem Schwamm entfernt. Sobald der Kunststoff komplett trocken ist, wird die Politur aufgetragen. Wichtig ist nur, dass die Möbel nicht in der Sonne stehen, sonst bilden sich Flecken. Sobald die Politur gleichmäßig verteilt ist, trocknen lassen und abschließend mit einem trockenen Mikrofasertuch in kreisenden Bewegungen abreiben. Fertig!

 

Und mit diesen Tipps wünschen wir Euch einen tollen Start in den Frühling!

 

Quellen: 

www.klima.org

www.wikihow.de