Einfach mal durchatmen

Tagtäglich atmen wir ein und aus, 24 Stunden am Tag, ohne darüber nachzudenken. Der Körper ist ein einmalig automatisiertes System. Es funktioniert, ohne dass wir über lebenswichtige Vorgänge nachdenken müssen, damit sie geschehen. Sobald jedoch ein Ungleichgewicht entsteht oder etwas nicht wie gewohnt funktioniert, nehmen wir das sehr deutlich wahr. Etwa wenn wir beispielsweise zu wenig Luft bekommen. Dann fühlen wir uns mehr als unwohl. Je nach dem aus welchem Grund man keine Luft bekommt, etwa durch eine schwere Erkältung, kann auch das Gefühl der Panik entstehen. Mit einer ärztlichen Behandlung lassen sich diese Beschwerden aber in der Regel schnell und gut lösen. Aber nicht nur, wenn wir eine starke Erkältung haben, kann das Gefühl entstehen: Mir bleibt die Luft weg. Auch in sehr stressigen Phasen kann einen das Gefühl überkommen, es bleibt einem die Luft weg. Was kann da helfen?

 

Tief ein- und ausatmen

Atmen bedeutet nicht nur, dass wir Luft bekommen und lebenswichtige Funktionen im Körper dadurch stattfinden. Über das Atmen können wir auch Stress abbauen, je nach dem sogar gegen Krankheiten vorbeugen.

Auch wenn die Atmung durch das vegetative Nervensystem automatisch gesteuert wird, können wir dennoch auf diese bewusst einwirken. Wir können langsamer oder schneller atmen, in den Bauch einatmen oder die Luft einfach anhalten. Durch unsere Atmung werden unsere Zellen mit Sauerstoff versorgt. Die Sauerstoffversorgung regt unseren Stoffwechsel an, unsere Organe, unser Gewebe und unser Gehirn werden durchblutet. Eine stärkere Durchblutung fördert die Konzentration und dient auch als Immunsystemstabilisierung.

 

Bewusstes Atemtraining

Wer sich durch die vielen To-Dos auf der Arbeit und im Alltag gestresst fühlt, dem kann tiefes bewusstes Atmen zur Entspannung verhelfen. Denn konzentriertes Durchatmen lässt uns zur Ruhe kommen, Kraft auftanken und belebt die Konzentration.
Es kann eine Unterstützung sein, trotz des Zeitdrucks der Erledigungen, sich einmal kurz hinzusetzen und für einige Minuten ganz bewusst, ganz tief Luft holen. Tiefes Ein- und Ausatmen ist der flachen Brustatmung vorzuziehen. Denn für eine optimale Sauerstoffaufnahme braucht es die tiefe Bauchatmung. Die Konzentration auf die Atmung – langsam durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus – ermöglicht eine Fokussierung auf den Atemvorgang und schiebt die Gedanken an das, was noch erledigt werden will, in den Hintergrund. Durch diesen bewussten Atmungsvorgang stellt sich das Gefühl der Entspannung ein und somit die Möglichkeit, sich wieder konzentriert an die bevorstehenden Erledigungen zu begeben.

 

Atemtechniken

Wer regelmäßig das bewusste Atmen übt, wird feststellen, dass sich stressige Situationen besser bewältigen lassen. Oder sich auch unangenehme Gedankenketten im Kopf unterbrechen und ordnen lassen. Eine Atemtechnik, die täglich zu mehr Ruhe und Gelassenheit verhelfen kann, ist beispielsweise:

Bauchatmung - Langsam ein und ausatmen Hierbei kann man sich hinsetzen oder auch hinlegen. Abhängig von Ort und Situation. Bei dieser Übung zählt man am besten die einzelnen Atemzüge. Man atmet langsam durch die Nase ein und langsam durch die Nase wieder aus. Das Ausatmen sollte doppelt so lange dauern wie das Einatmen. Beispielsweise atmet man 4 Sekunden lang ein und anschließend etwa 8 bis 10 Sekunden lang aus. Das wiederholt man einige Male. Entspannungstechniken, in den auch über die Atmung gearbeitet wird, sind Yoga, Autogenes Training oder Meditation u.a. Eine gute Entspannung!