Bewegung bei jedem Wetter

Wenn die Sonne vom Himmel blinzelt, fällt es den meisten leicht, sich aufs Fahrrad zu setzen oder die Laufschuhe zu schnüren. Bewegung an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung und sorgt auch für gute Laune. Aber sobald der Himmel grau ist und der Regen einem entgegen nieselt, schwindet jede Motivation, nach draußen zu gehen. Zu nass, zu kalt, zu ungemütlich sind die Argumente, warum eine Runde joggen oder Spazieren gehen nicht möglich ist. Ist es aber doch. Und das einzige, was dazu notwendig ist, ist gute wetterangepasste Kleidung. Na ja und den inneren Blockierer, genannt, „Schweinhund“, muss man liebevoll zwingen.

Die richtige Kleidung

Um auch bei Regen oder kühleren Temperaturen rausgehen zu können und wollen, ist die richtige Kleidung das A und O, das Wichtigste also. Denn Bewegung tut nicht nur bei gutem Wetter gut, sondern auch bei schlechtem. Aber was heißt das „richtige Kleidung“?

Zwiebelschalenprinzip - Die Zwiebel ist dein Vorbild

Um sich vor Nässe und Kälte zu schützen, solltest man mehreren Schichten anziehen. Wie eine Zwiebel, die ja auch diverse Schichten hat, werden die Kleidungsstücke übereinander gezogen. Dadurch, dass zwischen den einzelnen Kleidungsschichten mehr Luft gespeichert wird, wirkt diese Luft als Wärmeisolator. Bei wenigen Schichten, also z.B. nur einer dicken Jacke, kann dieser Isolator nur schlecht aufgebaut werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich beispielsweise die Feuchtigkeit besser abtransportieren lässt. Durch die passende Schichten- bzw. Materialwahl lassen sich diese Faktoren zusätzlich positiv beeinflussen. Im Idealfall zieh man also mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander, die aus atmungsaktiver Funktionsfaser bestehen.

Vorteil Zwiebelschalenprinzip

Viele Kleidungsstücke übereinander anzuziehen, hat noch einen weiteren ganz großen Vorteil: Man kann durch Entfernen oder Hinzufügen der einzelnen Schichten, die Kleidung an die gegebenen Temperatur- und Wetterverhältnisse anpassen. Zudem wird durch das passende Material der jeweiligen Schicht, der Schweiß vom Körper wegtransportiert und die Feuchtigkeit von außen vom Körper abgehalten.  

Einen kleinen Nachteil hat das Prinzip: Je nach Witterungsverhältnisse muss man die Schichten immer wieder neu anpassen, damit es nicht zu warm oder zu kalt ist.

Bewegung –Joggen bei Wind und Wetter

Mit der passenden Kleidung gibt es also fast kein Argument mehr, das gegen Bewegung wie beispielsweise Joggen bei schlechterem Wetter spricht. Unser Tipp wie die passende Kleidung aussehen könnte: direkt am Körper dünne Funktionswäsche tragen, die transportiert den Schweiß von der Haut weg. Darüber zieht man am besten einen Fleece-Pulli. Der hält schön warm. Und wenn es doch regnet und sehr windig ist, trägt man am besten eine atmungsaktive und wasserabweisende Jacke als oberste Schicht und fertig ist das Jogger-Outfit bei regnerischem Wetter. Für die kälteren Tage, d.h. bei Minustemperaturen brauchen auch der Kopf und die Hände einen geeigneten Schutz: eine Mütze oder Stirnband für die Ohren bzw. den Kopf und Handschuhe für die Hände geben den entsprechenden Schutz. Natürlich sollte der Hals ebenfalls geschützt werden wie etwa mit einem dünnen Schal. Und auch wenn Baumwolle vor Kälte schützt, sollte dieser Stoff eher als äußerste Schicht getragen werden. Denn Baumwollkleidung leitet die Feuchtigkeit nicht vom Körper weg und ist daher eher nicht geeignet.  Warme Kleidung ist wichtig, aber zu warm sollte man sich auch nicht anziehen. Denn dadurch produziert der Körper vermehrt Schweiß, der abkühlt und man leichter friert; was bei kalten Temperaturen schnell zu einer Erkältung führen kann. Man ist genau richtig angezogen, wenn man bei Trainingsbeginn ganz leicht friert. Da einem durch die Bewegung ohnehin schnell warm wird, wird dieses kleine Wärme-Defizit schnell ausgeglichen.

Bei Wind und Wetter und trotzdem nicht jeder bei jedem Wetter

Auch wenn eine geeignete Kleidung für Kälte und Wind gegeben ist, es gibt Temperaturen, da sollte man auf ausdauernde Bewegung wie etwa Joggen eher verzichten. Beispielsweise bei Temperaturen unter minus 10 Grad. Hierbei sind insbesondere Menschen gemeint, deren Immunsystem nicht ganz so stark ist. Denn bei Temperaturen unter minus 10 Grad kann der Körper die Luft, die während des Joggens eingeatmet wird, nicht mehr ausreichend erwärmen. Und wer beispielsweise sehr sensible Bronchien hat, holt sich dabei sehr schnell eine Erkältung, weil die eisigkalte Luft in Lunge einströmt und dabei die Bronchien zu sehr reizt.

Für alle immunstarken Jogger ist Joggen auch bei Minusgraden möglich. Um die Lunge bzw. Bronchien aber trotzdem zu schützen, kann es helfen, durch ein dünnes Tuch vor dem Mund zu atmen. Dadurch wird die Luft erwärmt und man atmet erwärmte Luft ein.

Für die Gesundheit

Bei Wind und Wetter an die frische Luft zu gehen, tut gut! Es macht gute Laune und stärkt das Immunsystem, also beides Eigenschaften, die unserer Gesundheit wohlbekommen. Von daher, packt den inneren Blockierer am Kragen und geht eine Runde spazieren oder Joggen, auch wenn es draußen eher ungemütlich aussieht.