Spar deine Energie - Stromsparen zu Hause

Im digitalen Zeitalter, in dem Handy, Laptop und PC zum Alltag gehören, wird eines ganz deutlich: ohne Strom läuft nichts. Aber nicht nur für unsere digitalen Begleiter benötigen wir Strom, auch die Wasch- und spülmaschine, die elektrische Zahnbürste und viele Geräte mehr. Alle diese Geräte fordern Energie,  damit sie arbeiten und wir sie benutzen können. Ein hoher Energie- bzw. Stromverbrauch ist damit eigentlich schon unumgänglich. Leider gibt es den von uns benötigten und als selbstverständlich betrachteten Strom nicht umsonst. Wir müssen für unseren Stromverbrauch bezahlen und das kann bei dieser Vielzahl an Stromfressern schon ein ordentliches Minus in der Haushaltskasse verursachen. Aber das muss nicht sein. Denn trotz aller Energie, die wir verbrauchen, wir können auch sparen. Und wer Energie spart, merkt schnell, er spart auch einiges an Kosten. Stromsparen im Haushalt ist möglich und die nachfolgenden Tipps zeigen, wie das geht.


Energiesparen – ein Plus für den Klimaschutz und die Haushaltskasse

Was man tun kann, um den Energiehaushalt auf ein sparsames und kostenarmes Niveau zu bringen:

1. Hell erleuchtet – Licht
Sobald es dunkel wird, brauchen wir Licht. Allerdings stellt sich dabei schon die Frage, ob es nötig ist, die ganze Wohnung mit Licht zu fluten, obwohl man sich nur in einem Raum aufhält. D.h. ganz klar, es müssen nicht alle Räume beleuchtet sein.
Eine weitere Möglichkeit ist es, die Glühlampe gegen eine Energiesparlampe auszutauschen. Energiesparlampen sparen Strom (etwa 70 %), Betriebskosten sowie 80 % CO2 bei der Herstellung. Allerdings muss man bedenken, dass Energiesparlampen zwar Strom sparen, andererseits aber zum Sondermüll gehören, da sie Quecksilber enthalten.
Eine andere Alternative ist daher die LED-Lampe. Das Licht, dass sie ausgibt ist zwar nicht jedermanns Geschmack und auch in der Anschaffung ist sie nicht gerade günstig, aber durch den niedrigen Energieverbrauch rechnet sich das auf Dauer. Etwa 85 % an Energie lassen sich mit einer LED-Lampe einsparen. (reset.org)

2. Leerlauf kostet die meiste Enegie – Stand-by-Modus
Oftmals denken wir bei Stand-by an die Funktion, die unser Gerät in einen sparsamen Modus versetzt. Aber nur weil das Laptop oder der PC nicht in aktivem Gebrauch sind,  befinden sich die Geräte trotzdem in „ständiger Bereitschaft“. Und das „Sich-Bereithalten“, also Stand-by verbraucht genauso Strom und Kosten, wie die aktive Nutzung. Das Umweltbundesamt (UBA) hat ermittelt, dass sich die Kosten aller Leerlaufverluste in Deutschland auf  rund 4 Mrd. Euro pro Jahr belaufen.  Diese Summe entspricht dem  jährlichen Stromverbrauch von  Berlin und  Hamburg.
Zahlreiche Geräte befinden sich verhältnismäßig lange im Stand-by-Modus, werden also eine ganze Zeitlang nicht genutzt. Ein Gerät in der Bereitschaftsschaltung ist nur anscheinend ausgeschaltet und verbraucht daher unnütz Strom, ohne dass man es merkt.  Um diesen unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, ist es am effizientesten, den Stecker zu ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Netzschalter anzuschaffen. So ist es möglich, einfach den Knopf zum Ausschalten zu bedienen und schon ist das Gerät komplett aus und verbraucht keinen Strom.

3. Kühl- und Gefrierschrank
In so ziemlich jedem deutschen Haushalt gibt es einen Kühlschrank oder auch eine Gefrierkombination. Allerdings benötigen die Kühl- und Gefrierkombinationen bis zu 1/5  des Stromes in einem Haushalt. Denn ein Kühlschrank befindet sich im Dauereinsatz: tagtäglich, 24 Stunden. Lediglich in der Urlaubszeit kommt es eventuell vor, dass zumindest der Kühlschrank abgeschaltet wird; aber auch das ist eher selten. Wie viel ein Kühlgerät letztlich verbraucht, ist von unterschiedlichen Faktoren anhängig. U.a. hängt der Energieverbrauch davon ab, wie viel Wärme in das innere des Gerätes gelangt und dann unter Energieaufwand wieder nach außen gebracht werden muss. Denn im Inneren eines Kühlschranks muss die gewünschte Kühltemperatur erreicht und gehalten werden. Abgesehen davon, dass man schon beim Kauf darauf achten sollte, ein Gerät mit einer sehr geringen Energieefiiziensklasse zu kaufen, sollte man auch bei der Nutzung einiges beachten.
Wie kann man den Kühl- und Gefrierschrank optimal und energiesparend nutzen?
•    Der richtige Ort ist wichtig. D.h. in möglichst unbeheizten Räume und entfernt vom Herd und Heizkörper steht der Kühlschrank am besten.
•    Lebensmittel wie etwa das Mittagessen, dass noch eine gewisse Restwärme enthält, sollten erst komplett abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.
•    Man sollte im Idealfall schon vorher wissen, was man aus dem Kühl- oder Gefrierschrank nehmen möchte. Denn das Öffnen des Gerätes lässt die kalte Luft entweichen. Und Das Gerät benötigt viel Energie, um die gewünschte Kühltemperatur wieder zu herzustellen. D.h.: die Tür des Kühlgerätes so kurz wie möglich öffnen und schnell wieder schließen.
•    Während des Urlaubs: den Kühlschrank auf die kleinste Stufe stellen oder sogar komplett ausräumen und abschalten. Das ist die sparsamste Methode.
•    Aus Wasser in den Lebensmitteln und in der Luft bildet sich in Kühl- und Gefriergeräten Reif. Je dicker die Reifschicht ist, desto höher ist der Stromverbrauch des Gerätes. Daher ist darauf zu achten, dass diese Schicht gar nicht erst entsteht bzw. immer wieder entfernt wird

3. Kochen – auf jeden Topf ein Deckel
Für das tägliche Kochen am heimischen Herd wird Energie, also Strom benötigt. Daher ist es wichtig, dass:
•    Während des Kochens sollten Töpfe und Pfannen mit einem Deckel verschlossen werden. Ohne Deckel entweicht nicht nur mehr Wärme und Wasserdampf, auch  der Energieverbrauch für das Erhitzen des Wassers etc. steigt dadurch erheblich und zwar um bis zu 30%. Deckel auf den Topf oder die Pfanne senkt den Energieverbrauch um über die Hälfte. Wer auf einem Elektroherd kocht, sollte außerdem die Nachwärme der Herdplatte ausnutzen.
•    Nicht mehr Wasser als nötig erhitzen. Gemüse muss nicht im Wasser schwimmen. Zum Garen muss lediglich der Topfboden mit wenigen Zentimetern Wasser bedeckt sein.
•    Gasherde verbrauchen etwa nur die Hälfte an Primärenergie im Vergleich zum Elektroherd. Darüber hinaus kochen Gasherde umweltfreundlicher als Elektroherde. Denn bei Gasherden kann die Temperatur individuell geregelt werden und die Restwärmeverluste sind wesentlich geringer. Ist der Anschluss eines Gasherdes nicht möglich, kann man auch mit einem neuen Elektroherd mit Glaskeramik-Kochstelle Energie sparen.
•    Um beispielsweise Tee zu kochen, eignen sich am besten elektrisch betriebene Wasserkocher. Ihr Stromverbrauch ist gegenüber dem Herd weitaus geringer. Das gilt genauso für andere elektrisch betriebe Kleingeräte wie etwa Eierkocher, Kaffeemaschine, Minibacköfen etc.

Energiefresser im Haushalt finden
Es lohnt sich also, die Stromdiebe in den eigenen 4 Wänden ausfindig zu machen. In Hinblick auf den eignen Geldbeute, aber insbesondere auch in Bezug auf die Umwelt zahlt sich Energiesparen aus. Um die Stromfresser zu finden, gibt es kleine Helfer zur Unterstützung. Z.B. können mit einem Energiekostenmessegerät oder Energiekostenmonitor energiefressende Elektrogeräte identifiziert werden. Diese Messgeräte funktionieren bei fast allen elektrischen  Haushaltsgeräten, bei der Heimelektronik sowie auch bei elektrisch betriebenen Warmwasserspeichern und Satellitenempfängern, die mit einem Stecker und bei 230 Volt betrieben werden. Energiemesser in Form von Energiekostenmonitor u.ä. können im Fachhandel (Baumärkte, Elektronikhandel) erworben oder bei ausgewählten Institutionen wie etwa Verbraucher- und Energieberatungsstellen sowie Stadtwerken und Elektroversorgungsunternehmen ausgeliehen werden.
Viel Spaß beim Suchen und Sparen!

Quelle: umweltbundesamt.de