Glück und Zufriedenheit

Das Wohl und das Befinden über dieses lässt sich nur schwer messen. Fragt man jedoch, was der ein oder andere unter Wohlbefinden versteht, zeigt sich dann doch eine konkrete Vorstellung davon. Die meisten Menschen assoziieren Wohlbefinden mit der dauerhaften Zufriedenheit im eigenen Leben. Das subjektiv wahrnehmbare Wohlergehen ist in der Hauptsache aber eine individuelle Wahrnehmung. Wohlergehen kann man daher auch mit Lebenszufriedenheit benennen. Konkret kann das für den einen beispielsweise die Erreichung einer Karrierestufe bedeuten oder der Besitz von vielen materiellen Gütern. Für den anderen bedeutet Wohlergehen bzw. Lebenszufriedenheit, die Verwirklichung von Tugenden wie Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit etc.
Auch wenn eine allgemeingültige Definition nur schwer möglich ist, kann man doch sagen, dass das Wohlbefinden für viele Menschen ein gutes körperliches und seelisches Befinden bedeutet.
Die Frage nach dem Wohlbefinden beschäftigt die Menschen schon lange, mal mehr und mal weniger. Ein besonderes Augenmerk wurde in Deutschland in den 70er Jahren auf diese Frage gelegt. Seitdem gibt es verschiedene Herangehensweisen, wie sich Lebenszufriedenheit bzw. das subjektive Wohlbefinden bestimmen lässt.

Wohlbefinden – ganz subjektiv betrachtet
Messungen, Studien und damit verbundene Ergebnisse zeigen die Vielschichtigkeit von der Lebenszufriedenheit des Menschen. Wohlbefinden ist daher ein komplexes Konstrukt, das nicht  einfach zu definieren ist. Es gibt unterschiedliche Perspektiven aus denen Wohlbefinden aktuell betrachtet wird: die hedonistische und die eudaimonischen Perspektive. Die hedonistische Betrachtung geht davon aus, dass Wohlbefinden in Hinsicht auf Glück, positiven Affekten, sehr wenigen negativen Affekten und der eigenen Lebenszufriedenheit zu beschreiben ist. Die eudaimonische Perspektive sagt, dass das positive psychologische Funktionieren, die optimale Erfahrung und die Weiterentwicklung Wohlbefinden beschreibt.
„Wohlbefinden ist damit vielschichtig und nicht einfach mit Glück oder der Abwesenheit von Leid und Störungen zu beschreiben. Wohlbefinden kann in subjektives, psychologisches und soziales Wohlbefinden unterteilt und anhand verschiedener Elemente (z.B. PERMA) beschrieben werden.“ (Quelle: http://www.positive-psychologie.ch).
Unabhängig von wissenschaftlichen Herangehensweisen fragt sich aber nahezu jeder Mensch, wie er Zufriedenheit in seinem Leben erhalten oder erreichen kann. In einer leistungsorientierten und schnelllebigen Welt gerät die Achtsamkeit auf das eigene Wohlbefinden teilweise in den Hintergrund. Krankheit, chronische Unzufriedenheit und Zweifel können ein Ergebnis davon sein. Im Zustand des Unwohlseins gelangen dann aber wieder viele Menschen zu der Frage, wie sie in ihrem Leben wieder das Gefühl von Glück oder Zufriedenheit fühlen können. Denn Unwohlsein in der eigenen Lebenswelt ist sehr Kräfte raubend und führt tendenziell zu einem Gefühl von Unglücklichsein und Unzufriedenheit.  
Die Frage, was zur Erreichung der eigenen Zufriedenheit fehlt oder was überhaupt Wohlbefinden für einen selbst bedeutet, bilden den Anfang für die Beantwortung dieser Frage. Ist es die Familie, die Partnerschaft, gute Freundschaften, eine gute Gesundheit, Zufriedenheit am Arbeitsplatz oder am besten alles zusammen?


5 Tipps  zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens
Positive Gefühle beeinflussen unser Denken, Handeln, unsere Gesundheit, also unser Leben. Und die meisten werden bestätigen, dass sich z.B. Freude positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Aber wie lässt sich in einem arbeits- und erledigungssreichen Alltag das eigene Wohlbefinden erhalten?
Was kann man tun, um mehr Lebenszufriedenheit zu erlangen?
Wer sich eingehend mit diesen Fragen beschäftigt, wird erkennen, welche Komponenten maßgeblichen Einfluss auf das tägliche eigene Leben haben. Die Arbeitsbedingungen, die Familienverhältnisse, die Wohnsituation, aber auch andere wichtige Lebensbereiche wie Freunde, Freizeit, Gesundheit, Umwelt, materielle Besitztümer und vieles mehr. Und es ist natürlich schwierig, in allen Lebensbereichen Zufriedenheit bzw. Wohlbefinden zu erreichen. Aber allein die Auseinandersetzung mit der Frage nach Wohlbefinden, steigert schon die Zufriedenheit. Das Gefühl, selbst etwas verändern zu können, hat positiven Einfluss auf unser Denken und somit unser Wohlgefühl. Es müssen also keine großen und sehr besonderen Ereignisse sein, die zu mehr Zufriedenheit verhelfen. Oft sind es die kleinen Dinge, die zur Steigerung der Lebenszufriedenheit führen.
Einige Ideen, die dabei helfen können, mehr Wohlbefinden im Alltag zu spüren, findet ihr hier:

1.    Freundschaften pflegen
Der Mensch lebt in sozialen Gefügen und fühlt sich oftmals erst in diesen lebendig und liebenswert. Daher sind Beziehungen zu anderen Menschen wie Freundschaften sehr wichtig. Im Austausch mit anderen Menschen kann man positive wie negative Gedanken teilen. Das Gefühl nicht allein zu sein und sich auf jemand anderen verlassen zu können, geben einen wichtigen Rückhalt.

2.    Bewegung und Sport
Stress lässt sich nicht vermeiden und ist auch nicht immer nur negativ. Allerdings ist ständige Anspannung anstrengend für den Organismus und schwächt den Körper. Ein einfaches Mittel, dass sich täglich einbauen lässt, ist: Bewegung. Sei es, dass man abends eine Runde spazieren geht oder sich den Stress von der Seele joggt. Bewegung befreit und setzt Glückshormone frei.

3.    Gesunde Ernährung
Ein gesunder Körper hat Kraft und kann Stress gut verarbeiten. Eine gute ausgewogene Ernährung ist dabei eine gute Unterstützung. Ausgewogen (von allem etwas – Gemüse, Getreide etc.) und nicht einseitig (nur Gemüse z.B.), nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, geben dem Körper die nötige Kraft und Energie für jeden Tag.

4.    Freie Zeit fest einplanen
„Für nichts hat man Zeit.“ Sagen viele. Das stimmt, wenn man sie sich nicht nimmt. Letztlich verplant man seine Tage in eigener Regie. Und daher ist es andererseits auch möglich, sich Ruhezeiten bzw. Zeit für sich einzuplanen. Das führt zu mehr Ausgeglichenheit und weg von dem Gefühl, in einem ständigen Erledigungsmodus zu sein.

5.    Positive Erlebnisse
In den Feierabend starten und sich dann mit Freunden zum Kochen, Sport oder einfach Zusammensitzen treffen. Es ist egal, was man unternimmt. Hauptsache, man hat Freude dabei. Positive Erlebnisse kann man sich vielleicht nicht täglich, aber auf jeden Fall wöchentlich einplanen. Unzufriedenheit und Eintönigkeit verschwinden damit und machen Platz für positive Gedanken und Gefühle

Es sind oft die kleinen Veränderungen oder Aktivitäten, die aber auf Dauer eine große Wirkung für die alltägliche Zufriedenheit haben. Probiert es aus! Wir wünschen euch viel Freude und Wohlbefinden!