Wie man mehr Entspannung in den Alltag integriert – 3 Möglichkeiten

Das neue Jahr hat seinen Anfang bereits gefunden - mit neuen Plänen, Vorhaben oder auch Veränderungen. So vielfältig wie die Aussichten auf ein neues Jahr sind, so individuell beginnt und empfindet auch jeder diesen Start. Die einen blicken positiv mit innerer Ruhe und Gelassenheit auf die neuen 365 Tage, die da kommen. Die anderen haben einen etwas angestrengteren Blick auf die kommenden Monate und haben vielmehr eine innere Anspannung. Die Anspannung entsteht häufig durch die Vielzahl an täglichen Anforderungen, die es je nachdem nicht mehr ermöglichen, zur Entspannung zu gelangen. Eine Zeit der Ruhe und das Gefühl von innerer Gelassenheit ist allerdings wichtig für unser Wohlbefinden. Wer nur noch das Gefühl hat, ständig gestresst zu sein, schwächt sein Immunsystem und somit die eigene Gesundheit.

Da sich viele To-Dos und Anforderungen aber nicht einfach abstellen lassen, stellt sich die Frage: Wie kann man sich trotzdem ein Stückchen Entspannung verschaffen und das am besten täglich?

Jeden Tag eine kleine Dosis

Auf den ersten Gedanken erscheint es schwierig, eine tägliche Entspannungseinheit in den Tagesverlauf einzubauen. Wie soll das möglich sein, neben Arbeit und Familie? Es ist tatsächlich auch nicht einfach, am Anfang zumindest. Denn wie bei den meisten Dingen geht es um die Gewohnheit, die es zu verändern gilt und bei dieser ist es am schwersten, eine Änderung zu bewirken.

Die gute Nachricht ist aber: Es ist möglich. Wer sich angewöhnt, täglich eine kleine Portion Anti-Stress-Training einzubauen, wird irgendwann ganz routiniert seine persönliche Entspannungseinheit am Tag abhalten. Dieses sogenannte Training wird dann zu einer neuen Gewohnheit, die in der Regel dazu beiträgt, dass man sich weniger angespannt fühlt. Das Gefühl von innerem Druck nimmt ab und steigert damit gleichzeitig wieder das eigene Wohlbefinden und die Lebensqualität. Bei täglichem Entspannungs-Training oder Entspannungszeit geht es aber nicht um stundenlange Einheiten. Denn das ist nur für wenige realisierbar. Es geht um kleine, eher Minuten-Einheiten, die auf Dauer dazu führen, wieder mehr Gelassenheit und Ruhe zu empfinden und letztlich entstresster zu sein.

Der Weg zur Entspannung und innerer Ruhe ist ganz individuell. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um seine ganz individuelle Entspannungsübung zu finden. Wir haben hier mal 3 Übungen zum Ausprobieren:

10 min ohne Ablenkung

10 min ohne Ablenkung bedeutet, 10 min: nichts tun. Das klingt einfacher, als es dann für die meisten ist. Denn mittlerweile haben wir ständig etwas um und auf den Ohren oder sind visuell kontinuierlich abgelenkt. Ohne die ständige Geräuschkulisse ist es dann zunächst sehr ungewohnt, sich nur auf den Atem beispielsweise zu konzentrieren. Ein Versuch lohnt sich und nach einer Zeit der Eingewöhnung spürt man auch die Wohltat dieser Entspannungsübung.

Am besten legt man sich dazu hin. Auf eine flache bequeme Unterlage, stellt sich den Wecker und schließt die Augen. Zu Anfang ist es vielleicht sogar unangenehm, einfach nur da zu liegen und den Gedanken nachzugehen. Für den Einstieg ist es daher hilfreich, sich auf den Atem zu konzentrieren oder sich an positive schöne Situationen und Ereignisse zu erinnern.

Wer es schafft, sich die persönlichen 10 min oder je nachdem auch mehr Zeit täglich einzuplanen, wird merken, dass sich diese Kontinuität bzw. Übung positiv auf das Wohlbefinden auswirkt.

Luftveränderung

Dass Bewegung gesund ist und guttut, ist längst bekannt. Nur vergisst man das leicht, wenn man täglich im Büro sitzt, im Auto, der Bahn, dem Bus sitzt etc. und sich damit den ganzen Tag fast nur in Räumen aufhält. Die Anspannung, die man im Büro hat, lässt sich auch dadurch verringern, wenn man mal die Luft verändert. D.h. in der Mittagspause eine Runde spazieren geht oder – wenn möglich – von der Arbeit aus nach Hause geht. Den „Kopf frei kriegen“ dabei empfinden viele, wenn sie nach einem kurzen Spaziergang wieder zurück an den Schreibtisch gehen. Die Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung und stabilisiert den Kreislauf. Denn wenn man sich bewegt, atmet man tiefer ein und aus, wodurch der Körper mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Das Ergebnis: ein besseres Gefühl! Auch hier ist es nicht notwendig, stundenlange Spaziergänge zu unternehmen. Eine kleine Runde reicht aus, und hat große Auswirkungen auf die innere Balance.

Positiv denken – positiv fühlen

Hört sich leicht an und ist es letztlich auch. Eine weitere Möglichkeit sich im alltäglichen Tun und Erledigen weniger gestresst zu fühlen, ist es, sich die positiven Dinge bewusst zu machen. Denn auch wenn es häufig stressig und anstrengend ist, gibt es viele positive und schöne Situationen. Wer jeden Tag seine Aufmerksamkeit auch auf die positiven Ereignisse des Tages lenkt, erfährt auf Dauer weniger Anspannung und Druck. Diese Übung besteht darin, dass man sich einen Augenblick Zeit nimmt und ganz bewusst daran denkt, was gut geklappt hat, was gelungen ist, was man am Tag geschafft hat etc. Am besten ist dies kurz vor dem Einschlafen. Dann schläft man nicht nur gut, sondern startet auch positiv in den Tag.